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intelligenter Geist, Gott, Max Planck, Materie,

 

Als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie, widmete, bin ich sicher vor dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses:

Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt - es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu er-

finden -, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewusssten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. NIcht die sichtbare, aber vergängliche Materie bestünde ohne des Geist überhaupt nicht -, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!

Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnissvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben:  


                                                                   G O T T   !


Max Planck    1858 - 1947

 
 



Nachruhm von Manfred Kyber

Der Schrifsteller Manfred Kyber (1880-1933) erzählt: Ein hoch angesehener Wissenschaftler, ein Medizinalrat der Universität, der sein Leben der medizinischen Forschung widmete, eine Exzellenz, ist verstorben. Seine katholische Beerdigung ist ein monumentales Ereignis: Alles, was Rang und Namen hat, Prominente aus Staat, Kirche und Universität, sind versammelt, um dem “großen Geist” die letzte Ehre zu erweisen. Und der Kirchenchor singt: “Wie wird’s sein, wie wird’s sein, wenn wir ziehn in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen?”, ins Paradies. Die Grabreden sind ergreifend und fast überdimensional, die Nachrufe voller Lob und Ehre für das große Vorbild, für eine Säule der Menschheit. Für immer werde sein Ruhm und Nachruhm auf der Erde weiterwirken. Denn es gilt: “Ihre Werken folgen ihnen nach.”
Der Tote stand die ganze Zeit als Seele daneben. Doch wie geht es nun für ihn weiter? Öffnet sich jetzt wirklich das Paradies? Der Forscher hat Angst. Ein ernster und trauriger Engel tritt ihm bald entgegen und führt ihn in sein “Paradies”. Er geleitet ihn zu unzählig wimmernden Tiere, die am Boden kauern, Hunde, Katzen, Affen, gequält und verstümmelt. Es stimmt also: “Ihre Werke folgen ihnen nach”. In schrecklichen Tierversuchen hatte der Mediziner die Geschöpfe Gottes grausam zugerichtet.
Doch was ist mit der Forschung, dem Fortschritt der Wissenschaft? Der Engel zeigt ihm einen Narr, der an einem Kartenhaus baut, das immer wieder in sich zusammen fällt. Das ist es, sonst nichts. Der hoch gerühmte Wissenschaftler erfährt, was ihn wirklich antrieb, seine Taten zu vollbringen, was er damit zu verbergen versuchte und wer er tatsächlich war und ist, ohne Maske. Und leise klingt von ferne noch der Kichenchor: “Wie wird´sein, wie wird´s sein, wenn wir zieh´in Salem ein?”  

 

… Hören Sie hier die Lesung der ganzen Geschichte von Manfred Kyber

 

 

  Die Totenfeier am Sarge des berühmten Anatomen und Leiters des Physiologischen Instituts der alten Universität gestaltete sich zu einer ergreifenden Huldigung der akademischen Kreise vor den Verdiensten des großen Verstorbenen. Der Katafalk war mit Kränzen und seidenen Schleifen behangen, in Lorbeer und Blumen gehüllt, brennende Wachskerzen umrahmten ihn und vor ihm waren auf samtenem Kissen die zahlreichen Orden ausgebreitet, die der gelehrte Forscher mit berechtigtem Stolz getragen hatte. Zu beiden Seiten der Bahre standen die Chargierten der Korporationen mit blanken Schlägern und neben den Angehörigen saßen der Senat der Universität in vollem Ornat, sämtliche Professoren der Hochschule und die Vertreter der Behörden. Der Priester hatte soeben seine Rede beendet, die allen tief zu Herzen gegangen war. „Er war ein vorbildlicher Mensch und ein vorbildlicher Gelehrter,“ schloß er, „er war das eine, weil er das andere war, denn ein großer Forscher sein, heißt ein großer Mensch sein. Wir stehen an der Bahre eines ganz Großen, mit Trübsal in der Seele, weil er uns genommen ist. Aber mit- nichten sollen wir trauern und wehklagen, denn dieser große Tote ist nicht tot, er lebt weiter und stehet nun vor Gottes Thron in vollem Glanze seines ganzen arbeitsreichen Lebens, wie es denn in der Schrift heißt: sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach!“

...Alle schwiegen ergriffen und es fiel auch niemand auf, daß der Priester anscheinend eine Kleinigkeit vergessen hatte, nämlich die,daß der große Tote, der nun vor Gottes Thron stehen sollte, sein  ganzes Leben lang für die Überzeugung eingetreten war, daß es gar keinen Gott gäbe. Aber solche Kleinigkeiten werden bei Grabreden meistens vergessen.

   Hierauf erhob sich der Rektor der Universität mit der goldenen Amtskette um den Hals und sprach mit bewegter Stimme warme Worte des Nachrufes für seinen berühmten Kollegen.
„Er war allezeit eine Zierde unserer alten Alma Mater und eine Zierde der Wissenschaft, der er sein ganzes Leben geweiht hatte, ein Vorbild uns und allen, die nach uns kommen werden,denn auf ewig wird sein Name in goldenen Lettern auf den Marmortafeln der menschlichen Kultur glänzen. Ich kann in diesem ernsten und feierlichen Augenblick nur weniges aus der Überfülle seines Geistes herausgreifen, nur andeuten, wie er an den unzähligen Tierversuchen Beweis auf Beweis gehäuft. Es ist nicht auszudenken, welche unerhörten Perspektiven sich mit diesen völlig neuen medizinischen Tatsachen der leidenden Menschheit und der Wissenschaft als solcher eröffnen. Nur nacheifern können wir dem gewaltigen Forscher, der uns solche Wege gewiesen, und wir und die ihn bewundernde akademische Jugend, der er ein Führer zu wahrem Menschentum war, wir wollen an seiner Asche geloben, sein Lebenswerk fortzusetzen und auszubauen, zum Heile der europäischen Wissenschaft und zur Ehre unseres geliebten Vaterlandes. Es  hat unserem großen Toten nicht an reicher Anerkennung gefehlt, wie wir dankbar feststellen können, auch von allerhöchster Stelle sind ihm ehrenvollen Zeichen der Huld zuteil geworden“ – alle Blicke richteten sich staunend auf das Samtkissen mit den Orden, die einige Pfund wogen – „ja,noch kurz vor seinem Tode ward ihm die Freude, zum Wirklichen Geheimen Medizinalrat mit dem Prädikat Exzellenz ernannt zu werden,eine Ehrung, die mit ihm auch unsere ganze Hochschule als solche empfunden hat. So reich aber sein Ruhm auch war, noch reicher wird sein Nachruhm sein für alle Zeiten und wir, die wir ihm nachtrauern,wollen es ihm gönnen, daß er nun ruhe von seiner Arbeit, daß er auf der Asphodeloswiese lustwandele mit den großen Geistern aller Zeiten, zu denen ihn seine Werke erhoben haben, und so darf auch ich schließen mit den Worten meines geistlichen Vorredners: und ihre Werke folgen ihnen nach!“

  

Alle schwiegen voller Andacht, teils vor der europäischen Wissenschaft und teils vor dem Prädikat Exzellenz. Der Rektor Magnifikus hatte nur die Kleinigkeit außer acht gelassen, daß die europäische Wissenschaft die Asphodeloswiese eine Fabel nennt und von den großen Geistern der Vergangenheit behauptet, daß sie sich in chemische Substanzen aufgelöst haben. Aber das sind ja Kleinigkeiten und es ist das Vorrecht der heutigen üblichen Bildung, ein griechisches Wort zu gebrauchen für etwas, bei dem man sich nichts mehr denkt.Wenn man überhaupt denken sollte – du lieber Gott, wo käme man dahin bei unserer heutigen Zivilisation und europäischen Wissenschaft!


 

  

Der Vertreter des Staates erklärte, daß der Verstorbene eine Säule des modernen Staatswesens gewesen sei, und der Vertreter der Stadt sagte, daß der Magistrat einstimmig beschlossen habe, einer Straße den Namen des großen Toten zu verleihen. Der Kirchenchor sang ein Lied,es war ein altes Lied aus einer alten Zeit, andere Menschen mit anderer Gesinnung hatten dies alte Lied geschaffen und es nahm sich seltsam aus nach den tönenden Worten von heute. Sehr leise und überirdisch sang es wie mit fremden Stimmen durch den Raum: „Wie wird’s sein, wie wird’s sein, wenn wir ziehn in Salem ein, in die Stadt der goldenen Gassen...“


 Dann sank der Sarg in die Tiefe. 
  Der Tote hatte die ganze Zeit dabeigestanden. Ihm war, als habe sicheigentlich nicht viel verändert. Er erinnerte sich nur, einen sehr schönen Glanz gesehen zu haben, dann war alles wieder wie sonst, und er wußte kaum, daß er gestorben war.

Nur leichter war alles an ihm, keine Schwere mehr und keine grobe Stofflichkeit. Ein großes Erstaunen faßte ihn – es gab also doch ein Fortleben nach dem Tode, die alte Wissenschaft hatte recht und die neue hatte unrecht. Aber es war schöner so und es beruhigte ihn sehr, obwohl es anfangs etwas Quälendes hatte, daß er mit niemandem mehr sprechen konnte, daß keiner seiner Angehörigen und seiner Kollegen merkte, wie nahe er ihnen war. Immerhin war es tröstlich, zu hören, wie man ihn feierte und daß man so zuversichtlich von Gottes Thron und von der Asphodeloswiese gesprochen hatte. Freilich – die Titel und Ordenfehlten ihm, die erschienen nicht mehr greifbar. Aber war er nicht immer noch der große Gelehrte, der berühmte Forscher? Hieß es nicht: und ihre Werke folgen ihnen nach? ...
   Er war nun allein, die Umrisse des Raumes wurden dunkel und verschwammen ins Raumlose. Es war sehr still, nur ganz von ferne verklang das alte Lied, kaum noch hörbar: wenn wir ziehn in Salem ein – in die Stadt der goldnen Gassen...
   Das würde nun erfolgen,vielleicht gleich. Eine große Spannung erfüllte ihn, aber in dieser Spannung war etwas von Angst, etwas Unsagbares, eine große bange Frage, die ihn ganz ausfüllte. Es war auch so dunkel geworden, man konnte nichts mehr sehen. 
   Dann wurde es hell und ein Engel stand vor ihm. Also auch das gab es. Dann würde es ja auch einen Gott geben und die vielen Toten, die lebendig waren, und das geistige Jerusalem. Wie schön war das alles!  Aber der Engel sah ernst und traurig aus.
„Wohin willst du?“ fragte er.
„Ins Paradies.“
„Komm,“ sagte der Engel.

  

Große dunkle Tore öffneten sich lautlos und sie traten in einen Raum, der grell erleuchtet war. Die Wände waren blutrot und auf dem Boden hockten unzählige verstümmelte Tiere und wimmerten. Sie streckten die zerschnittenen Glieder nach dem Toten aus und sahen ihnen ausgeblendeten und erloschenen Augen an. Immer weiter, ins Unabsehbare, dehnte sich ihre Reihe.
   „Hier sind die Hündinnen, denen du bei lebendigem Leibe die Jungen herausgeschnitten hast. Hattest du keine Kinder, die du liebtest? Wenn deine Kinder sterben und sie suchen ihren Vater im Paradies, so werden sie dich hier finden. Es ist das Paradies, das du dir geschaffen hast. Hier sind die Katzen, denen du das Gehör zerstört hast unter gräßlichen Martern. Gott gab ihnen ein so feines Gehör, daß es ein Wunder der Schöpfung ist. Du wirst nichts mehr hören als das. Hier sind die Affen und Kaninchen, denen du das Augenlicht nahmst. Gott gab es ihnen, um die Sonne zu sehen. Sahst du nicht auch die Sonne dein Leben lang? Du wirst nun nichts mehr sehen, als diese geblendeten und erloschenen Augen. Soll ich dich weiterführen? Es ist eine lange, lange Reihe.“
   „Das ist entsetzlich,“ sagte der Tote.
   „Das ist es,“sagte der Engel.
   „Leben denn alle diese Tiere weiter?“, fragte der Tote.
    „Alle dieseTiere leben bei Gott,“ sagte der Engel, „du kannst nicht dorthin,denn sie stehen davor und klagen dich an, sie lassen dich nicht durch. Was du hier siehst, sind ihre einstigen Spiegelbilder, es sind deine Werke und sie bleiben bei dir. Du wirst alle ihre Qualen an dir erfahren, bis du wieder zur Erde geboren wirst, um zu sühnen. Es ist ein langer und trauriger Weg. Aber sie werden nicht deine einzigen Gefährten sein, du hast noch einen anderen, sieh her, wer vor dir steht inmitten deiner Werke.“
   Der Tote sah auf und erblickte ein scheußliches Gespenst mit einer menschlichen Fratze, in einem Gewand voll Schmutz und Blut und mit einem Messer in der Hand.
„Das ist das Scheußlichste, was ich jemals sah,“sagte der Tote und es packte ihn das Grauen, wie er es noch nie erlebt. „Wer ist das Scheusal?“ Muß ich das immer ansehen?“
   „Das bist du,“ sagte der Engel.
    „Aber die Wissenschaft?“ fragte der Tote angstvoll, „habe ich ihr nicht gedient? Gehöre ich nicht zu den großen Geistern, auch wenn ich diese Taten beging?“
    „Die großen Geister waren den Tieren Brüder und nicht Henker,“ sagte der Engel, „sie würden dir den Rücken  kehren, wenn du es wagen könntest, zu ihnen hinauf zu gelangen. Aber du gelangst gar nicht in ihre Nähe. Du warst eine Null und kein großer Geist. Du wußtest es auch, daß du eine Null warst, du wußtest, daß dir nichts einfallen würde, und darum hast du aus Eitelkeit alle diese Greuel begangen, in der Hoffnung, der Zufall könnte dir etwas von den Geheimnissen der Natur enträtseln, wenn du sie folterst. Nachher kam die Mordlust, die Herrscherwut kleiner Seelen dazu. Siehst du das alles? Du kannst es deutlich sehen an deinem Spiegelbild, es hat getreulich alle deine Züge aufgezeichnet. Bleibe bei ihm, wasche sein blutiges und schmutziges Kleid, bis es weiß wird wie Schnee. Es kann tausend Jahre dauern, vielleicht auch länger. Bleibe bei ihm, denn du kannst ihm nicht entrinnen. Es ist dein Gefährte und diese verstümmelten Geschöpfe Gottes sind dein Paradies.“
   
„Das ist alles wahr,“ sagte der Tote, „aber auch wenn ich so dachte und tat, habe ich nicht doch eine Erkenntnis gefördert? Tritt nicht doch die Wissenschaft für mich ein?“

   „Eine Erkenntnis durch Verbrechen?“ fragte der Engel. „Erkenntnisse hatte die Wissenschaft einst, als sie ein Tempel war. Ich will dir zeigen, wie eure Wissenschaft heute aussieht.“
  Ein häßliches gelbes Licht zuckte auf und der Tote sah einen Narren sitzen, der mit blutigen Händen Kartenhäuser baute. Ein Luftstoß fegte sie um, aber der Narr baute immer weiter. 
  „Ist das alles?“ fragte der Tote und klammerte sich hilfesuchend an das Gewand des Engels.
   „Das ist alles,“sagte der Engel, „lehrt eure Wissenschaft nicht auch, daß es keinen Gott und keine Vergeltung und kein Leben nach dem Tode gibt? Ich muß nun gehen. Bleibe in deinem  Paradies.“


 

    

Der Tote blieb in seinem Paradiese und hatte es vor Augen Stunde um Stunde, Tag für Tag und Jahr für Jahr. Es ist dies mit einer Zeit nicht mehr zu messen, jedenfalls nicht wissenschaftlich und das ist doch das einzig Maßgebliche, nicht wahr? Aus sehr weiter Ferne klang ein altes Lied aus einer alten Zeit, kaum noch hörbar und verhallend: wie wird’s sein, wie wird’s sein, wenn wir ziehn in Salem ein, in die Stadt der goldenen Gassen...
  Vielleicht bedeutet dieses Lied doch etwas, denn wir müssen ja alle einmal sterben?  Aber wer denkt heute daran, im Zeitalter der aufgeklärten europäischen Wissenschaft?
Die Zeitungen brachten spaltenlange Nachrufe über den berühmten großen Forscher und Gelehrten, Seine Exzellenz den Wirklichen Geheimen Medizinalrat, dessen Tod einen unersetzlichen Verlust für die Wissenschaft bedeute, dessen Name aber für alle Zeiten ein Ruhmesblatt in der Geschichte der Menschheit bleiben würde, ein herrliches Zeichen unserer fortschrittlichen Kultur und ein Denkmal allen kommenden Geschlechtern, wie es die Besten vor ihm waren. Ehre diesen großen Toten!
   Ja, sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach.


Nachruhm-Von Manfred Kyber

(1880 bis 1933)


 Aus:Manfred Kyber, Neue Tiergeschichten. Neue Ausgabe mit 6 Bildern vonElse Wenz-Vietor.  Leipzig: 1926. Hesse & Becker Verlag 55. Tausend.  S. 120 – 132.


 








 

 

 Liebe Freunde der Tiere, 

Bereits seit einem halben Jahrhundert prognostiziert die Wissenschaft, von Jahr zu Jahr dringender, dass ohne entschiedenes und koordiniertes weltumspannendes Gegensteuern unter den gegebenen Wachstumsannahmen immer mehr politische, ökologische und ökonomische Strukturen partiell oder in Gänze zusammenbrechen und Krisen sich synergistisch verbinden werden. Ein chaotischer Dominoeffekt, eine Metakrise, droht weltweit.   Rahmenbedingungen weltweit   – Die Erdbevölkerung wächst netto täglich um ca. 200.000 Köpfe. Jeder Mensch vernichtet im Durchschnitt  in der Zeit seines Daseins ca. 20.000 Tiere und produziert darüber hinaus 200.000 kg Müll. Zur Existenz braucht er ca. 1,8 ha (incl. Infrastruktur, Wohnraum, Anbaufläche etc.), also ca. 360.000 ha, die der freien Natur täglich entzogen werden.   – Wissen, Bildung, Kultur nivelliert sich weltweit auf unterstem Niveau.  

 

Metaphysische Irrealitäten der diversen Religionen, ausgefochten in heftigsten Religionskriegen, treten somit an die Stelle von Erkenntnis, der Mensch fällt intellektuell in die Zeit vor der Antike zurück, ist aber mit der Technologie des 21.Jahrhunderts ausgerüstet, die er auf Grund seiner geistigen Beschränktheit zur Vernichtung der verbliebenen Natur einsetzt. Er vernichtet damit seinen eigenen Lebensraum. Die Vernunft hat ihren Kampf gegen die metaphysische und intellektuelle Verblödung der Massen verloren. Niederstes Bildungsniveau, Einschränkung der Freiheit, totale Überwachung, Entmündigung des Individuums sind die Folgen.   – Die Ökosysteme des Planeten sind irreversibel geschädigt und gleiten immer schneller in chaotische Prozesse ab. Klimawandel, Umweltkatastrophen, Verkarstungen, Überflutungen, Wasserknappheit, Abholzung des Regenwaldes, Ressourcenknappheit, Übersäuerung und Vermüllung der Meere, Rückgang der Artenvielfalt und Risse im ökologischen Netz, Pandemien, MRSA, Verseuchung von Wasser und Boden mit Antibiotika, Pestiziden und Nanoteilchen dienen lediglich hierzu als Beispielsausgriff.   -Arten, die ökonomisch nicht ausgebeutet werden können, werden durch die Menschenflut verschwinden, es sei denn, sie sind zu klein(Bakterien etc.), um sie  flächendeckend zu nutzen oder zu bekämpfen.

 

Der Artenrückgang beschleunigt zusätzlich in einem Rückkopplungsprozess die Verwüstung des Planeten, die den verbleibenden Menschenmassen künftig nur noch ein Vegetieren in einer reinen Menschenwelt mit genormten Landschaften, Industrienahrung, rechtlosen Massengesellschaften unter strengster Kontrolle und Meinungsdiktatur, erlaubt. An diesem Punkt wird auch der Mensch zum entmündigten Wesen degradiert werden, kulturelle und geschichtliche Wurzeln und Bindungen verloren haben, sklavenähnlich in Superstädten als vielstellige Nummer wohnen, seiner Arbeit in anonymen Industriekomplexen nachgehen, genormte und industriell gefertigte Nahrung erhalten, verpestete Luft atmen, gefilterte und selektierte Informationen hören, lesen und sehen und allerorten elektronisch kontrolliert und überwacht sein.

 

– Es gibt über 190 Staaten weltweit. Somit ist klar, dass es kein dauerhaft nachhaltiges gemeinsames Handeln in irgendeine Richtung  (Klimaschutz, Bevölkerungswachstum) geben kann und geben wird. Kulturelle, politische, ökonomische Interessen sind zwischen ca. 190 Partnern nicht in Einklang zu bringen. Alle Klimagipfel und UN-Beschlüsse sind somit obsolet und dienen nur der Vortäuschung rettender Aktivitäten.

 

– Das System Erde kollabiert an der Nutzenmaximierung einer Spezies. Die überwiegende Zahl aller Betrachtungsweisen zu Umweltproblematik und Bevölkerungswachstum sind mit dem Mangel der anthropozentrischen Weltsicht behaftet und berücksichtigen nur am Rande – und soweit es dem Nutzen des Menschen dient- andere Lebewesen. Notwendige Handlungen zugunsten des Planeten, seiner Natur und Tierwelt geschehen nur partiell und marginal als Alibifunktion. Nachhaltigkeit oder Denkumkehr fällt der Bevölkerungsexplosion zum Opfer. Diese Betrachtungsweise ist der Kulminationspunkt eines globalen Artenrassismus bzw. rassistischen Speziesismus. Brutalster, ungeschminkter archaischer Rassismus und Speziesismus findet sich aber immer dann, wenn sich die Expansionsbestrebungen gegen Sprachlose, gegen Wehrlose, gegen Ahnungs- und Arglose, also besonders gegen die rechtlose Tierwelt und ihren Lebensraum richtet. So wie jede kleine Gemeinde Lebensraum zugunsten neuer Wohngebiete für den homo stupidus schafft und damit Natur vernichtet, geschieht diese Vernichtung im großen Stil durch die Planierung der Regenwälder. Natur und Tierwelt sind und bleiben rechtlos, ihre Vernichtung ist das Mittel, die ungebremste Vermehrung des Menschen zu kanalisieren.

 

– Sämtliche Religionen, Philosophien, ökonomische Konzepte sind weltweit anthropozentrisch ausgerichtet. Monotheistische Kulte sind zusätzlich in ihrem Kern totalitär. So hat die Religion, der Gottesglaube, als ein Verklärungs- und Selbsttäuschungsmedium die Vernunft in weiten Teilen der Welt, in weiten Teilen des täglichen Lebens, ersetzt.

 

– Der ökologische Fußabdruck der Welt verschlechtert sich jährlich rapide. Wollte man nachhaltig auf heutigem Niveau weiterleben, wären 1,5 Erden erforderlich, d.h., die Menschheit nutzt die Ressourcen von 1,5 Erden. Das bedeutet, dass die Erde über ein Jahr und sechs Monate braucht, um den Verbrauch der Menschheit eines Jahres zu decken. Nimmt man den Anspruch von Deutschland wären sogar 4 Erden notwendig. Die Erdbevölkerung lebt seit Jahren von der Substanz auf Kosten künftiger Generationen.

 

– Stark übervölkerte Lebensräume führen zu wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Verteilungskriegen, so dass zwangsläufig ein Ausweichen der Menschen in noch intakte Lebensräume erfolgt. Völkerwanderungen (Afrika/ Naher Osten nach Europa, Südamerika nach Nordamerika), soziale Unruhen, politische Instabilitäten, Finanzkrisen, (Jugend)arbeitslosigkeit, Altersarmut sind ein Teil der Folgen und werden zunehmend als politische Waffe eingesetzt.

 

Folgerungen

Die geschilderten Rahmenbedingungen setzen sich aus zahlreichen Einzelkomponenten zusammen, die sowohl lokal als auch global vorhanden sein können und zum überwiegenden Teil inzwischen irreversibel und nicht mehr zu ändern sind. 

 

 

Das Zusammenwirken dieser Einzelkrisen, die sich meist synergistisch verstärken und aufschaukeln, führt aktuell zu einer Meta- oder Megakrise für den Planeten Erde, welche in ihrer Dimension, in ihrer Wirkung und in ihrer Entwicklungs- und Veränderungsgeschwindigkeit sowohl jegliche historische Dimension sprengt, als auch die Handlungsmöglichkeit eines einzelnen Landes übersteigt.

 

Ein Kollabieren der meisten Einzelsysteme in dem überschaubaren Zeitraum dieses Jahrhunderts ist wahrscheinlich, aber möglicherweise noch partiell korrigibel. Ein Systemzusammenbruch auf Metaebene führt allerdings zu chaotischen Prozessen, welche die Überlebensfähigkeit  a l l e r  Lebewesen des Planeten gefährdet, wenn nicht gar unmöglich macht.

 

Betrachtet man vorstehend geschildertes Szenario der Einzelkrisen in seiner Gesamtheit, lässt sich die Situation des Planeten mit zwei Zügen vergleichen, die auf dem gleichen Gleis einander entgegen rasen. Der eine Zug repräsentiert das Wachstum der menschlichen Bevölkerung, der andere Zug den Ressourcenrückgang, die Vernichtung von Wald, Ackerland und Meer, kurzum die anthropogene Vernichtung der umgebenden Natur. “Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie vielmehr als einen Rechenfehler begangen: ein Attentat auf sich selbst” schreibt der Philosoph Cioran – der Mensch, der Amokläufer der Evolution.

 

Die endliche Welt ist in ihrer Tragfähigkeit von menschlichen Lebewesen naturgemäß begrenzt, denn so wie man in eine Badewanne nicht beliebig viel Wasser einfüllen kann, genau so wenig kann die Erde unbegrenztes Bevölkerungswachstum verkraften. Eine Ächtung von Geburten findet trotzdem weltweit nirgends statt. Eine grundlegende zeitliche Verschiebung der geschilderten Situation wäre nur über einen konsequenten u n d  weltweiten Antinatalismus, also über die Umsetzung der lebensachtenden Ethik der Nachkommenslosigkeit,  gepaart mit einer stringenten Hinwendung zur Vernunft und der Ächtung jeglicher Gottesidee, zu erreichen. Diese Forderung ist jedoch nicht realisierbar, somit sind die letzten Bremsklötze gefallen, die den Absturz alles Lebenden ins apokalyptische Chaos auf diesem Planeten verhindert hätten.

 

Globaler Ausblick

 

Das Thema des herannahenden Chaos ist seit fast 50 Jahren auf der Tagesordnung unterschiedlichster Gremien und Länderregierungen. Zu erkennen sind minimale Veränderungen, die allerdings weder den globalen Krisen-Tsunami aufhalten noch verhindern. Alle Maßnahmen sind bisher länderspezifisch angelegt und somit global wirkungslos; es ist nicht gelungen, ein gemeinsames weltumgreifendes Handeln und Gegensteuern auf nur einen der Krisenbrennpunkte zu initiieren.

 

Die Politik, insbesondere die “demokratisch” angelegte Politik, ist handlungsunfähig, da in Kompetenz und Änderungswillen überfordert und wird letztlich nur durch das Kurzfristziel des nächsten Wahltermins determiniert. Ansätze der Änderung scheitern an Experten-Kontroversen mit bezahlten Gegenexperten verschiedenster Interessengruppen und selbst für den potentiellen Konsensfall ergibt sich nach demokratischem Prinzip immer eine Verwässerung der Ursache-Wirkungskette. Das Krisenrad dreht sich schnell, dreht sich immer schneller, dreht sich synchron zum Bevölkerungswachstum. Die ungebremste Vermehrung der Menschen wird als Handlungsparameter nicht in die Überlegungen einbezogen, ist ein Tabu.

 

Wachstum ist nach wie vor das Gebot der Stunde, Wachstumskrisen werden mit Wachstumsbeschleunigungs- Gesetzen bekämpft, die Feuerwehr löscht mit Benzin! Menschheit, Tierwelt und die gesamte belebte Natur schauen in den Abgrund, in die Hölle der Metakrise, in das Auge des Infernos. Ein Abwenden des globalen Zusammenbruchs wird und kann es nicht geben; die Aufzählung weniger Eckpunkte genügt zur Verdeutlichung.

 In einer endlichen Welt, auf der Wachstum Handlungsmaxime ist, werden die Grenzen des Planeten, seine Tragfähigkeit – auch bei langsamstem Wachstum! – immer erreicht werden. Ob in 50 Jahren, ob in 500 Jahren – alles wird dieser Grundlogik unterliegen, mit der Folge, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt für jeden Neuankömmling auf dem Planeten ein bereits Existierender den Platz räumen muss.

 Niemand wird seinen Platz freiwillig räumen. Verteilungs- und Überlebenskämpfe sind die Folge, Stärkere vernichten gnadenlos Schwächere, ein globaler Krieg ums Überleben entbrennt.

 Regionen, die bis in unsere Tage noch von der steigenden Menschenflut verschont sind, werden in kürzester Zeit überschwemmt werden. Es wird ein globales, rechtloses Menschenmeer geben. Im Zuge dieser noch unvorstellbaren Völkerwanderung werden letzte Naturreste vernichtet werden, die Vielfalt des Lebens auf der Erde wird sich fast ausschließlich auf den Menschen reduzieren.

 Tiere, die der Menschheit von Nutzen sind, werden unter grausamsten Bedingungen für den Konsum versklavt, Wildtiere werden mangels Lebensraum ausgelöscht werden.

 Der Mensch nimmt den Platz der Tierwelt ein und wird als rechtlose, anonyme Masse von Nummern in anonymisierten und kontrollierten Städten ein elendes Dasein fristen. Sein Leben, seine Kultur wird wertlos; auch auf ihn wird dann das Grundaxiom zutreffen, dass alles, was im Überfluss vorhanden ist, wertlos, bedeutungslos wird.

 Durch die Jahrhunderte aufgebaute und anerzogene kulturelle Hemmungen des Tötens, Raubens und Mordens werden für das persönliche Überleben wie eine Maske abgenommen, eine Maske, hinter der sich das Raubtier „Mensch“ zeitweise der Halluzination seiner Auserwähltheit, seiner Erhabenheit, hingab. Seine immanenten tierischen Instinkte werden wieder aktiviert.

 Mit technologischer Raffinesse werden Überlebenskämpfe – jeder gegen jeden – solange geführt, bis schließlich die zu Neige gehenden Ressourcen, der gestiegene Meeresspiegel, die verkarsteten Landstriche, der fehlende Lebensraum auch diesem letzten Aufflackern ein Ende setzen. Im Strudel dieses Taifuns wird die anthropofugale Perspektive Realität, alles nähert sich dem Anorganischen, Mineralischen und Kristallinen an, bis nach einer Übergangszeit aus den überlebenden Mikroorganismen neues Leben entsteht, der Kreislauf des Leides, des Todes erneut beginnt.

 Die Realisierung dieses Szenarios hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit. Ein Abwenden der Apokalypse würde nämlich bedeuten, dass eine umgehende, weltweite Aufgabe der Wachstumsideologie erfolgen müsste. Selbst wenn dieser unwahrscheinliche Fall im ökonomischen Bereich unter anderem durch ein Ende des Kapitalismus realisiert werden könnte, ist ein g l o b a l e s  Umdenken im menschlichen Fortpflanzungsverhalten nicht zu erwarten.

        

   Herzliche Grüße für pro iure animalis

 

 Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

 




        

Herbststimmung

 


Ruhe

  bringt

Hoffnung

 

 

Hoffnung

  schafft Vertrauen

 

 

Vertrauen  

bringt

Zuversicht

 

 

Zuversicht  

bringt Sicherheit in Gott






 

 

 

 

Auch der andre, der bist du


 

Was die Erde mir geliehen,
Fordert sie schon jetzt zurück.
Naht sich, mir vom Leib zu ziehen
Sanft entwindend Stück für Stück.

Um so mehr, als ich gelitten,
Um so schöner ward die Welt.
Seltsam, dass, was ich erstritten,
Sachte aus der Hand mir fällt.

Um so leichter, als ich werde,
Um so schwerer trag' ich mich.
Kannst du mich, du feuchte Erde,
Nicht entbehren? frag' ich dich.

"Nein, ich kann dich nicht entbehren,
Muss aus dir ein' andern bauen,
Muss aus dir ein' andern nähren,
Soll sich auch die Welt anschauen.

Doch getröste dich inRuh'.
Auch der andre, der bist du." 

Peter Rosegger (1843-1918)




 

 


 

Was du nicht willst, dass dir man tue, das füg auch keinem anderen zu!


 

Was du selbst nicht wünschst, das tue auch keinem anderen nicht an.Dann wird es keinen Zorn gegen dich geben – weder im Staat noch in deiner Familie.

 Konfuzius in Analekte 12,2,

 

 

Betrachte den Gewinn deines Nachbarn als deinen Gewinn und seinen Verlust als deinen Verlust.

 T’ai-shangKang-ying P’ien, Taoismus

 

 

Dies ist die Summe aller Pflichten: Tue keinem anderen das Leid an, was bei Dir selbst Leid verursachthätte.

Mahabharata V, 1517,Hinduismus

 

 

Gleichgültig gegenüber weltlichen Dingensollte der Mensch wandeln und alle Geschöpfe in der Welt behandeln,wie er selbst behandelt sein möchte.

Mahavira in Sutrakritanga I. 11.33,     Jainismus

 

 

Was für mich eine unliebe und unangenehmeSache ist, das ist auch für den anderen eine unliebe und unangenehmeSache. Was da für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, wie könnte ich das einem anderen aufladen?

Buddha im Samyutta Nikaya,  Buddhismus

 

 

Dass die (menschliche) Natur nur gut ist, wenn sie nicht anderen antut, was ihr nicht selbst bekommt.

Dadistan-i-Dinik 94, 5, Zoroastrismus

 

 

Was dir verhasst ist, das tue deinem

Nächsten nicht. Das ist die ganze Tora, alles andere ist Auslegung. Geh, lerne!

Hillel imTalmud    Judentum

 

 

 Alles, was Ihr also von anderen erwartet,das tut auch ihnen.

Jesus im Matthäusevangelium  7:12, Christentum

 

 

Keiner von euch ist gläubig, solange er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht.

Mohammed in den Hadith überliefert, Islam

 

   

Bürdet keiner Seele eine Last auf, die ihr selber nicht tragen wollt, und wünscht niemandem, was ihr euch selbst nicht wünscht. Dies ist Mein bester Rat für euch, wolltet ihr ihn doch beherzigen.

Bahá’u'lláh      Bahá’í-Religion





Das Leben, das ich selbst gewählt ....



Ehe ich in dieses Erdenleben kam

ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage, und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden, die Seligkeit des Losgelösten schenkt, wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute, mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört ein Wesen ich dieFrage tun,
ob ich dies zu leben mich getraute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme
— »Dies ist das Leben,das ich leben will!« —
gab ich zur Antwort mit entschlossner Stimme.
So wars als ich ins neue Leben trat und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenn es oft mir nicht gefällt, denn ungeboren hab ich es bejaht.


 

Verfasser unbekannt

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Harald  Wächter

Am Kohlersberg 2  

 97828 Marktheidenfeld

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